WEEE & Batteriegesetz 2026: EPR-Pflichten für Händler
WEEE & Batteriegesetz 2026: Welche EPR-Pflichten für Elektro- und Batterieprodukte auf Marktplätzen gelten, welche Nummern nötig sind und wie Sie Sperren vermeiden.

WEEE und Batteriegesetz regeln die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Elektrogeräte und Batterien — und Marktplätze prüfen 2026 aktiv, ob Sie registriert sind. Die Kurzfassung: Wer Elektro- oder Elektronikgeräte in Deutschland in Verkehr bringt, muss sich bei der Stiftung EAR registrieren und eine WEEE-Nummer im Backend von Amazon, eBay und Co. hinterlegen. Ohne diese Nummer schalten die Marktplätze Ihre betroffenen Angebote nicht frei oder sperren sie. Beim Batteriegesetz gilt seit dem 1. Januar 2026 die Pflicht zur Benennung eines Bevollmächtigten für ausländische Hersteller, und in Deutschland sind seither fünf Batteriekategorien zu berücksichtigen. EPR ist damit kein Nischenthema mehr, sondern Voraussetzung dafür, überhaupt verkaufen zu dürfen.
Dieser Leitfaden erklärt die Pflichten 2026, welche Nummern Sie brauchen und wie MarketplAIce Ihr betroffenes Sortiment im Blick behält. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Was WEEE und Batteriegesetz verlangen
WEEE (Waste of Electrical and Electronic Equipment) setzt das deutsche Elektrogesetz (ElektroG) um. Es verpflichtet Hersteller und Inverkehrbringer von Elektrogeräten, sich vor dem ersten Verkauf bei der Stiftung EAR registrieren zu lassen und ihre Geräte fachgerecht entsorgen zu lassen. Die dabei vergebene WEEE-Nummer ist Ihr Nachweis.
Das Batteriegesetz (BattG) regelt dasselbe Prinzip für Batterien und Akkus — auch für solche, die in Geräten verbaut sind. Seit dem 1. Januar 2026 müssen ausländische Hersteller einen Bevollmächtigten in Deutschland benennen, und es sind fünf Batteriekategorien zu berücksichtigen. Auch hier ist eine Registrierung Pflicht.
Wichtig: "Hersteller" im Sinne dieser Gesetze sind Sie oft auch als Händler — nämlich dann, wenn Sie Ware importieren oder unter eigener Marke in Verkehr bringen. Prüfen Sie deshalb genau, für welche Ihrer Produkte Sie registrierungspflichtig sind.
Warum die Marktplätze zur Kontrolle verpflichtet sind
Seit dem 1. Juli 2023 sind Marktplatzbetreiber gesetzlich verpflichtet zu prüfen, ob Elektrogeräte von Drittanbietern von einem ordnungsgemäß bei der Stiftung EAR registrierten Hersteller stammen. Das ist der Grund, warum Amazon, eBay, Otto und Kaufland die WEEE-Nummer im Verkäufer-Backend abfragen.
Fehlt die Nummer, dürfen die Marktplätze die betroffenen Angebote nicht anzeigen. In der Praxis bedeutet das: Ohne hinterlegte WEEE-Nummer werden Ihre Elektroartikel gesperrt oder gar nicht erst freigeschaltet. Dasselbe gilt zunehmend für die Batterieregistrierung.
Für Sie heißt das: Die Registrierung ist keine reine Formsache, sondern die Bedingung dafür, überhaupt verkaufen zu dürfen. Ein gesperrtes Angebot bringt null Umsatz — unabhängig davon, wie gut Ihr Produkt oder Ihr Preis ist. Compliance ist damit direkter Umsatzschutz.
In 6 Schritten EPR-konform verkaufen
- Betroffene Produkte identifizieren: Klären Sie, welche Ihrer Artikel Elektrogeräte enthalten oder Batterien führen — auch verbaute.
- Herstellerrolle prüfen: Bestimmen Sie, für welche Produkte Sie als Inverkehrbringer registrierungspflichtig sind.
- Registrieren: Beantragen Sie die WEEE-Registrierung bei der Stiftung EAR und, wo nötig, die Batterieregistrierung samt Bevollmächtigtem.
- Nummern hinterlegen: Tragen Sie die WEEE-Nummer und Batterie-Registrierung im Backend jeder Plattform ein.
- Sortiment prüfen: Kontrollieren Sie regelmäßig, ob alle betroffenen Angebote die erforderlichen Nummern führen.
- Zentral überwachen: Lassen Sie MarketplAIce Ihr betroffenes Sortiment über alle Kanäle im Blick behalten, um Sperren zu vermeiden.
EPR über alle Kanäle konsistent halten
Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der einzelnen Registrierung, sondern in der Konsistenz über viele Produkte und Kanäle. Wenn Sie hunderte Artikel über Amazon, eBay, Otto und Kaufland verkaufen, müssen die richtigen Nummern überall korrekt hinterlegt sein — und bleiben.
In der Praxis reißen genau hier Lücken auf: Ein neues Produkt wird ohne Nummer eingestellt, eine Registrierung läuft aus, oder auf einem Kanal fehlt die Angabe. Jede dieser Lücken kann zur Sperre führen — und gesperrte Angebote fallen oft erst auf, wenn der Umsatz schon eingebrochen ist. Reaktives Nachpflegen kostet Zeit und Umsatz.
MarketplAIce hilft, dieses Risiko vorausschauend zu managen. Die Plattform behält Ihr Sortiment über alle angebundenen Kanäle im Blick und macht sichtbar, wo betroffene Produkte laufen. So erkennen Sie Compliance-Lücken, bevor eine Plattform ein Angebot sperrt — und schützen Ihren Umsatz proaktiv statt hinterher. Wie Sie weitere Marktplatz-Pflichten wie GPSR und das Verpackungsgesetz sauber managen, zeigen die verlinkten Beiträge.
Wenn Sie Ihr Sortiment über alle Kanäle compliant und umsatzsicher halten wollen, testen Sie MarketplAIce: 14 Tage kostenlos starten oder die Preise ansehen.
FAQ
Was ist eine WEEE-Nummer und wer braucht sie?
Die WEEE-Nummer ist der Nachweis Ihrer Registrierung bei der Stiftung EAR nach dem Elektrogesetz. Sie brauchen sie, wenn Sie Elektro- oder Elektronikgeräte in Deutschland in Verkehr bringen — als Hersteller, Importeur oder Eigenmarken-Händler. Ohne sie schalten Marktplätze betroffene Angebote nicht frei.
Seit wann prüfen Marktplätze die WEEE-Registrierung?
Seit dem 1. Juli 2023 sind Marktplatzbetreiber gesetzlich verpflichtet zu prüfen, ob Elektrogeräte von Drittanbietern von einem ordnungsgemäß registrierten Hersteller stammen. Deshalb fragen Amazon, eBay, Otto und Kaufland die WEEE-Nummer im Backend ab.
Was hat sich 2026 beim Batteriegesetz geändert?
Seit dem 1. Januar 2026 müssen ausländische Hersteller einen Bevollmächtigten in Deutschland benennen, und es sind fünf Batteriekategorien zu berücksichtigen. Die Registrierungspflicht gilt auch für Batterien, die in Geräten verbaut sind.
Bin ich als Händler auch "Hersteller" im Sinne der Gesetze?
Häufig ja. Wenn Sie Ware importieren oder unter eigener Marke in Verkehr bringen, gelten Sie im Sinne von ElektroG und BattG oft als Hersteller und sind registrierungspflichtig. Prüfen Sie das für jedes betroffene Produkt genau.
Was passiert ohne hinterlegte WEEE-Nummer?
Die Marktplätze dürfen betroffene Angebote nicht anzeigen und sperren sie oder schalten sie gar nicht erst frei. Ein gesperrtes Angebot bringt keinen Umsatz — unabhängig von Produktqualität oder Preis. Die Registrierung ist damit Voraussetzung zum Verkaufen.
Gilt die Registrierung für jeden Marktplatz separat?
Die Registrierung bei der Stiftung EAR ist zentral, aber die Nummer müssen Sie im Backend jedes Marktplatzes hinterlegen. Achten Sie darauf, dass die Angaben auf allen Kanälen vollständig und aktuell sind, um Sperren zu vermeiden.
Wie hilft MarketplAIce bei EPR-Compliance?
MarketplAIce behält Ihr betroffenes Sortiment über alle angebundenen Kanäle im Blick und macht sichtbar, wo Elektro- und Batterieprodukte laufen. So erkennen Sie Compliance-Lücken, bevor eine Plattform ein Angebot sperrt, und schützen Ihren Umsatz proaktiv.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Gründer von MarketplAIce und seit über acht Jahren im Amazon- und Marktplatz-Advertising aktiv. Er hat zahlreichen Händlern geholfen, Sortiment und Compliance über mehrere Kanäle hinweg im Griff zu behalten. Mehr zu seiner Expertise: /expertise. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.