Kaufland Rich Content 2026: Mehr Umsatz pro Listing
Kaufland Rich Content ist seit September 2026 kostenlos für alle Verkäufer verfügbar. So richten Sie A+ Content ein und steigern die Conversion.

Kaufland Rich Content ist das neue A+-Content-Format für Produktseiten auf allen Kaufland-Marktplätzen. Seit dem 1. September 2026 steht es jedem Verkäufer zur Verfügung — ohne Zusatzkosten, ohne Kategorie-Einschränkung. Sie ergänzen Ihre normale Produktbeschreibung um Bild-Text-Module, Bilderkarussells, Videos und eine FAQ-Sektion direkt auf der Angebotsseite.
Kaufland selbst nennt als Effekt eine längere Verweildauer auf der Produktseite, weniger Rückfragen und Retouren sowie einen positiven Einfluss auf Conversion und Ranking. Freigeschaltet wird Rich Content im Seller Portal über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Nutzung, danach laden Sie Inhalte manuell, per Datei-Import oder über die Seller API hoch. Wer auf mehreren Kaufland-Märkten verkauft — inzwischen sind es neun, von Deutschland bis in die Niederlande — profitiert besonders, weil Rich Content pro Angebot gilt und sich zentral pflegen lässt.
Dieser Artikel zeigt, was Rich Content konkret enthält, wie Sie es in Ihrem Kaufland-Konto aktivieren, was es von einer normalen Produktbeschreibung unterscheidet und wie Sie den Pflegeaufwand mit KI-gestützten Tools wie MarketplAIce reduzieren.
Was ist Rich Content bei Kaufland genau?
Rich Content — bei Amazon als A+ Content bekannt — ersetzt die reine Fließtext-Beschreibung durch visuelle, strukturierte Module direkt auf der Kaufland-Produktseite. Laut Kaufland sollen Kaufzweifel reduziert und das Markenerlebnis gestärkt werden. Technisch stehen fünf Bausteine zur Verfügung.
Headline- und Textblöcke strukturieren Inhalte und heben einzelne Produktmerkmale hervor. Einzelbilder mit Bildtext zeigen USPs aus verschiedenen Blickwinkeln, während ein Image-Slider mehrere Produktfotos kompakt durchblätterbar macht. Video-Module demonstrieren Funktion oder Anwendung, eine FAQ-Sektion beantwortet häufige Kundenfragen direkt auf der Seite statt erst im Kundenservice.
Kaufland verlangt für alle Inhalte die Einhaltung der "5 C's": Complete, Correct, Clear, Consistent, Concise. Das heißt konkret: vollständige Angaben, sachlich korrekte Aussagen, verständliche Sprache, ein einheitlicher Markenauftritt über alle Module hinweg und knappe, prägnante Texte statt Marketing-Floskeln.
Technisch benötigen Sie für Bilder und Videos HTTPS-URLs von einem eigenen Server oder CDN — Kaufland hostet die Mediendateien nicht selbst. Für jedes Bild ist ein ALT-Tag Pflicht, sowohl aus Barrierefreiheits- als auch aus SEO-Gründen. Optional lassen sich für mobile Endgeräte eigene Attribute wie mobileUrl, mobileHeading und mobileText hinterlegen, damit die Darstellung auf dem Smartphone nicht einfach nur verkleinert wird.
Eine Kategorie-Einschränkung gibt es nicht: Rich Content steht laut Kaufland allen Verkäufern offen, unabhängig vom Sortiment. Auch eine Unterscheidung nach Tarif ist nicht vorgesehen — die Bereitstellung ist bereits im Abo-Preis enthalten. Das unterscheidet Kaufland von Marktplätzen, bei denen erweiterte Content-Formate an bestimmte Konto-Typen oder Markenregistrierungen gebunden sind.
Wichtig für die Planung: Rich Content wird pro Angebot (EAN) hinterlegt, nicht pro Marke. Wer dasselbe Produkt unter mehreren Angeboten oder bei mehreren Händlerkonten führt, muss den Content entsprechend mehrfach anlegen oder über den Datei-Import synchron halten.
Rich Content vs. normale Produktbeschreibung: Was ändert sich?
Ohne Rich Content sieht Ihre Kaufland-Produktseite aus wie seit Jahren: ein Titel, ein Fließtext mit Eigenschaften, ein paar Produktbilder in der Galerie. Käufer müssen sich die relevanten Informationen selbst aus dem Text heraussuchen, oft erst nach dem Scrollen durch mehrere Absätze.
Mit Rich Content wird die Seite stattdessen in klar abgegrenzte Abschnitte gegliedert — ähnlich wie bei einer Landingpage. Ein Käufer sieht auf einen Blick, welches Problem das Produkt löst, wie es im Einsatz aussieht und welche Fragen andere Käufer häufig stellen, bevor er überhaupt im Warenkorb landet.
Für Sie als Händler bedeutet das vor allem eines: Die Qualität Ihrer Produktseite hängt nicht mehr nur davon ab, wie gut Ihr Fließtext formuliert ist, sondern davon, wie gut Sie Bild-, Video- und Textmaterial kombinieren. Das ist ein anderes Skillset als klassisches SEO-Texten und erklärt, warum viele Händler beim Rich-Content-Rollout zunächst zögern.
Relevant ist das besonders, weil Kaufland inzwischen auf neun europäischen Marktplätzen aktiv ist — von Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und der Slowakei über Frankreich und Italien bis zu den im Sommer 2026 gestarteten Marktplätzen in Spanien und den Niederlanden. Rich-Content-Module wie Bilder und Videos lassen sich über diese Länder hinweg meist unverändert wiederverwenden, während Headlines, FAQ-Antworten und Textblöcke je nach Landessprache angepasst werden müssen.
Welche Vorteile bringt Rich Content für Ihren Umsatz?
Kaufland nennt keine konkreten Prozentzahlen zur Conversion-Steigerung durch Rich Content — anders als manche Wettbewerber mit ihren A+-Content-Studien. Die beschriebenen Effekte sind trotzdem für jeden Händler mit laufendem Kaufland-Geschäft relevant, weil sie an bekannten Stellschrauben ansetzen.
Erstens die Verweildauer: Kaufland weist ausdrücklich darauf hin, dass eine längere Verweildauer auf der Produktseite das Ranking in Suchmaschinen positiv beeinflussen kann. Das betrifft sowohl die interne Kaufland-Suche als auch die Sichtbarkeit über Google Shopping und Preisvergleichsportale, auf denen Kaufland-Angebote häufig gelistet sind.
Zweitens reduziert strukturierter Content laut Kaufland Rückfragen und Retouren. Eine FAQ-Sektion, die Maße, Material oder Kompatibilität vorab klärt, verhindert den Kauf unter falschen Erwartungen — und damit die Rücksendung, die Sie als Verkäufer Geld und Ihre Retourenquote kostet. Wer bereits an seiner Retourenquote arbeitet, sollte Rich Content als zusätzlichen Hebel einplanen.
Drittens der direkte Effekt auf die Kaufentscheidung: Produktseiten mit Bildern, Videos und klaren Vergleichsdarstellungen schaffen laut Kaufland mehr Kaufvertrauen als reiner Fließtext. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten — Elektronik, Werkzeug, Möbel mit Montageanleitung — zahlt sich das aus.
Viertens der Kostenfaktor: Weil Rich Content im Abo-Preis enthalten ist, entstehen keine direkten Zusatzkosten gegenüber Kaufland. Der eigentliche Aufwand liegt in der Produktion der Inhalte — Texte, Bilder, Videos — und in der technischen Pflege über viele Angebote hinweg. Genau hier unterscheidet sich ein Händler mit zehn Angeboten von einem mit zweitausend.
Für Händler mit großem Katalog ist die zentrale Frage deshalb nicht, ob sich Rich Content lohnt, sondern wie sich die Content-Produktion skalieren lässt, ohne dass eine ganze Woche im Kalender draufgeht.
In 6 Schritten: Rich Content im Kaufland Seller Portal aktivieren
So richten Sie Rich Content für Ihre Angebote ein:
- Freigabe erteilen: Loggen Sie sich ins Seller Portal ein und navigieren Sie zum Bereich Angebote. Akzeptieren Sie dort die "General Terms and Conditions for the use of rich content", setzen Sie das Häkchen und bestätigen Sie mit "Continue".
- Angebot auswählen: Wählen Sie das Angebot aus, für das Sie Rich Content anlegen möchten. Rich Content wird pro Angebot (EAN) hinterlegt, nicht automatisch für Ihr gesamtes Sortiment übernommen.
- Module zusammenstellen: Wählen Sie die gewünschten Content-Module — Textblock, Einzelbild, Image-Slider, Video oder FAQ — entsprechend der Produktstory, die Sie erzählen wollen.
- Inhalte einpflegen: Hinterlegen Sie Texte sowie HTTPS-URLs für Bilder und Videos von Ihrem eigenen Server oder CDN. Ergänzen Sie für jedes Bild ein ALT-Tag und optional mobile-spezifische Varianten.
- Qualität prüfen: Gleichen Sie die Inhalte gegen die "5 C's" ab — vollständig, korrekt, klar, konsistent, prägnant — bevor Sie absenden.
- Freischaltung abwarten: Nach einer kurzen Systemprüfung durch Kaufland wird der Content live auf der Produktseite sichtbar.
Für ein einzelnes Angebot dauert dieser Prozess je nach Materiallage 30 bis 60 Minuten. Bei hunderten Angeboten multipliziert sich das schnell zu einem eigenen Projekt.
Rich Content per Datei-Import oder API hochladen
Für Händler mit größerem Sortiment ist die manuelle Pflege im Seller Portal auf Dauer unpraktisch. Kaufland bietet deshalb zwei skalierbare Wege.
Beim Datei-Import erstellen Sie eine Produktdatei mit dem Attribut "rich_content" und hinterlegen die Modul-Struktur im entsprechenden Feld, referenziert über die EAN. Hochgeladen wird die Datei über "Manage Imports" im Seller Portal, so wie Sie es für reguläre Preis- und Bestandsupdates bereits kennen.
Für den größten Hebel sorgt die Anbindung über die Kaufland Marketplace Seller API. Die Spezifikation für die entsprechenden Felder ist in der offiziellen API-Dokumentation unter sellerapi.kaufland.com dokumentiert. Darüber lässt sich der Content automatisiert aus Ihrem PIM- oder ERP-System heraus pflegen und bei Produktänderungen direkt mit aktualisieren.
Technisch gelten für beide Wege dieselben Anforderungen wie im Seller Portal: HTTPS-URLs, verpflichtende ALT-Tags, optionale mobile-Attribute. Der Unterschied liegt im Aufwand pro Angebot — bei API-Anbindung sinkt er auf praktisch null, sobald die Struktur einmal steht, weil neue oder geänderte Produkte automatisch versorgt werden.
Wer auf mehreren der neun Kaufland-Marktplätze verkauft, sollte die Content-Struktur so anlegen, dass Texte pro Sprache getrennt gepflegt werden können — Bild- und Video-URLs lassen sich dagegen meist länderübergreifend wiederverwenden. Das spart bei internationalem Sortiment deutlich Zeit gegenüber einer komplett separaten Pflege pro Land.
Ein weiterer Punkt für die Priorisierung: Datei-Import und API eignen sich vor allem, wenn Sie bereits Standard-Textbausteine je Produktkategorie definiert haben. Fehlt diese Struktur noch, lohnt es sich, zunächst eine Handvoll Angebote manuell im Seller Portal zu testen und erst danach zu automatisieren.
Was Sie heute konkret tun können
Beginnen Sie mit Ihren zehn umsatzstärksten Angeboten statt mit dem kompletten Katalog. Dort wirkt sich eine bessere Produktseite am schnellsten auf den Umsatz aus, und Sie bekommen in wenigen Tagen ein Gefühl dafür, welche Module bei Ihren Kunden ziehen.
Prüfen Sie parallel, wo Sie Bild- und Videomaterial bereits aus Amazon-A+-Content oder Ihrem Online-Shop wiederverwenden können — die technischen Anforderungen an HTTPS-URLs und ALT-Tags sind ähnlich gelagert, sodass sich Mehrfachverwendung oft ohne Neuproduktion lohnt. Legen Sie außerdem fest, wer im Team für die laufende Pflege verantwortlich ist, denn Rich Content ist kein einmaliges Projekt, sondern muss bei Produktänderungen aktuell gehalten werden.
Für die Skalierung auf den gesamten Katalog ist manuelle Pflege im Seller Portal ab einigen hundert Angeboten kein realistischer Weg mehr. MarketplAIce verbindet prädiktive Listing-Optimierung mit automatisierter Texterstellung für genau solche Fälle: Statt für jedes Angebot einzeln Headlines, Bildtexte und FAQ-Antworten zu formulieren, erstellt MarketplAIce strukturierte Content-Vorschläge auf Basis Ihrer bestehenden Produktdaten, die Sie direkt für den Rich-Content-Import nutzen können.
Testen Sie MarketplAIce 14 Tage kostenlos unter app.marketplaice.io/registrieren und sehen Sie, wie viel Zeit sich bei der Content-Pflege über Ihr gesamtes Kaufland-Sortiment einsparen lässt. Einen Überblick über alle Tarife und was davon jeweils enthalten ist, finden Sie unter /de/preise.
Mehr zur technischen Pflege Ihrer Angebote lesen Sie im Artikel zur Kaufland Listing-Optimierung sowie im Beitrag zu Kaufland Produktbildern.
FAQ
Was kostet Rich Content bei Kaufland?
Nichts zusätzlich. Laut Kaufland ist die Bereitstellung und Nutzung von Rich Content bereits im regulären Abo-Preis enthalten, unabhängig von Ihrem gewählten Tarif.
Seit wann gibt es Rich Content bei Kaufland?
Kaufland hat Rich Content am 1. September 2026 offiziell für alle Verkäufer auf den Kaufland-Marktplätzen freigegeben, mit fünf Content-Modulen und Anleitung im Seller Portal.
Welche Produktkategorien sind für Rich Content freigeschaltet?
Es gibt laut Kaufland keine Kategorie-Einschränkung. Rich Content steht allen Verkäufern unabhängig vom Sortiment zur Verfügung.
Wie aktiviere ich Rich Content für mein Kaufland-Konto?
Im Seller Portal unter Angebote die "General Terms and Conditions for the use of rich content" akzeptieren, Häkchen setzen und mit "Continue" bestätigen. Danach können Sie Module je Angebot anlegen.
Kann ich Rich Content für viele Angebote gleichzeitig hochladen?
Ja, über den Datei-Import mit dem Attribut "rich_content" in der Produktdatei oder automatisiert über die Kaufland Marketplace Seller API, dokumentiert unter sellerapi.kaufland.com.
Brauche ich eigenes Hosting für Bilder und Videos?
Ja. Kaufland verlangt HTTPS-URLs von einem eigenen Server oder CDN; die Mediendateien werden nicht direkt bei Kaufland hochgeladen oder gehostet.
Gilt Rich Content automatisch für alle Kaufland-Länder, in denen ich verkaufe?
Nein. Rich Content wird pro Angebot hinterlegt. Bild- und Video-URLs lassen sich meist länderübergreifend wiederverwenden, Texte sollten Sie jedoch je Sprache separat pflegen.
Über den Autor Jorginho Engelmeyer ist Founder von MarketplAIce und seit über 8 Jahren im Amazon-Advertising-Bereich tätig. → Mehr erfahren
Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2026