eBay oder Amazon: Entscheidungsleitfaden 2026
eBay oder Amazon 2026: Gebühren, Fulfillment, Sortimentseignung und Sichtbarkeit im direkten Vergleich – mit klarer Entscheidungslogik für Händler.

Die Kurzfassung: Die Antwort hängt an Ihrem Sortiment, nicht an Ihrer Präferenz. Verkaufen Sie standardisierte Neuware mit hohem Volumen und funktionierendem Katalogeintrag, ist Amazon in aller Regel der stärkere Kanal – mit Verkaufsgebühren von je nach Kategorie etwa 7 bis 15 Prozent plus monatlicher Grundgebühr für das Professionell-Konto und FBA als Fulfillment-Option. Verkaufen Sie Gebrauchtware, Ersatzteile, Refurbished oder Nischenartikel ohne sauberen Katalog, ist eBay 2026 die bessere Wahl: Amazon verliert in Deutschland erstmals strukturell Marktanteile, und eBay fördert genau diese Segmente aktiv. Zu beachten ist die eBay-Gebührenanpassung vom 12.02.2026 und die grundlegende Provisionsreform zum 01.07.2026, bei der viele Neuware-Kategorien teurer und Re-Commerce günstiger wird. Wer beides parallel betreibt, sollte Sortimente bewusst zuordnen statt alles überall zu listen.
Die Gebührenfrage: was 2026 tatsächlich anfällt
Bei Amazon liegt die Verkaufsgebühr je nach Kategorie bei etwa 7 bis 15 Prozent, dazu kommt die monatliche Grundgebühr für das Professionell-Konto (Stand Juni 2026). Nutzen Sie FBA, kommen Gebühren für Lagerung, Verpackung und Versand hinzu.
Bei eBay hat sich 2026 einiges bewegt. Zum 12.02.2026 wurde für gewerbliche Verkäufer die Fixgebühr pro Bestellung von 0,35 Euro auf 0,45 Euro angehoben. Die Provision oberhalb des Grenzwerts stieg von 2 auf 3 Prozent, und die Basisprovision wurde in zahlreichen Kategorien von 11 auf 12 Prozent erhöht.
Zum 01.07.2026 folgte die grundlegende Provisionsreform. Viele Neuware-Kategorien wurden teurer, während gebrauchte und generalüberholte Artikel – also Re-Commerce – günstiger wurden.
Damit ist die pauschale Aussage "eBay ist billiger" 2026 nicht mehr haltbar. Für Neuware haben sich die Kanäle preislich angenähert, für Gebrauchtware und Refurbished hat eBay den Abstand vergrößert.
Für die Praxis heißt das: Rechnen Sie pro Produktgruppe, nicht pro Kanal. Ein Neuwaren-Artikel in einer 12-Prozent-Kategorie bei eBay plus Fixgebühr kann teurer sein als derselbe Artikel bei Amazon in einer 8-Prozent-Kategorie.
Die Fixgebühr wirkt dabei überproportional bei niedrigen Preisen. Bei einem 8-Euro-Artikel machen 0,45 Euro über 5 Prozent des Umsatzes aus – bei einem 80-Euro-Artikel unter einem Prozent. Das ist ein Rechenbeispiel, aber es zeigt, warum Kleinteilsortimente eine eigene Betrachtung brauchen. Eine detaillierte Aufschlüsselung finden Sie im Überblick zur eBay-Gebührenreform.
Fulfillment: FBA gegen Eigenversand
Der größte operative Unterschied liegt im Versand. Amazon bietet mit FBA ein durchgängiges Fulfillment: Lagerung, Verpackung und Versand übernimmt Amazon gegen Zusatzgebühren.
Der Vorteil ist erheblich. Sie bekommen Prime-Sichtbarkeit, kurze Lieferzeiten und lagern die operative Arbeit aus. Bei Sortimenten mit hohem Volumen und kleinen Packmaßen ist das oft günstiger als eigene Logistik.
Der Nachteil sind die Kosten und die Abhängigkeit. FBA-Gebühren sind bei großen, schweren oder langsam drehenden Artikeln schnell unwirtschaftlich, und Lagerbestände unterliegen den Regeln des Anbieters.
Bei eBay versenden Sie in der Regel selbst oder über einen eigenen Dienstleister. Das gibt Ihnen volle Kontrolle über Verpackung, Beilagen und Versanddienstleister, verlangt aber eine funktionierende eigene Logistik.
Für sperrige Artikel, Ersatzteile mit geringer Drehung und individuelle Ware ist Eigenversand meist die wirtschaftlichere Lösung. Für schnelldrehende Standardartikel ist FBA schwer zu schlagen.
Eine belastbare Entscheidung treffen Sie nur mit einer Vergleichsrechnung pro Artikel. Die Faktoren sind Packmaß, Gewicht, Drehgeschwindigkeit und Retourenquote.
Diese Rechnung dauerhaft aktuell zu halten, ist der eigentliche Aufwand, weil sich Gebühren und Absatzmengen laufend ändern. MarketplAIce führt die Kosten- und Absatzdaten je Kanal zusammen, sodass Sie sehen, welcher Artikel wo tatsächlich Deckungsbeitrag erzeugt.
Sortimentseignung: der wichtigste Faktor überhaupt
Wenn Sie nur ein Kriterium verwenden dürfen, dann dieses. Die Kanäle sind für unterschiedliche Warenarten gebaut.
Amazon ist ein Katalogsystem. Ein Produkt existiert einmal, und mehrere Anbieter konkurrieren um dieselbe Position. Das funktioniert hervorragend bei standardisierter Neuware mit eindeutiger Identifikation.
Genau dieses System stößt bei nicht standardisierter Ware an Grenzen. Ein gebrauchtes Ersatzteil ohne EAN, ein Einzelstück oder ein Artikel mit individuellem Zustand passt schlecht in einen Katalog, in dem alle Angebote dasselbe Produkt beschreiben sollen.
eBay ist ein Angebotssystem. Jedes Listing ist eigenständig, mit eigenem Titel, eigener Beschreibung und eigenem Zustand. Das passt zu Gebrauchtware, Ersatzteilen, Nischenartikeln und Refurbished.
eBay ist 2026 in genau diesen Segmenten stark und fördert sie aktiv – erkennbar auch an der Provisionsreform, die Re-Commerce günstiger stellt. Gleichzeitig verliert Amazon 2026 in Deutschland erstmals strukturell Marktanteile.
Die praktische Regel lautet: Standardisierte Neuware mit Katalogeintrag und Volumen gehört auf Amazon. Alles ohne sauberen Katalog, mit Zustandsvarianz oder in kleiner Auflage gehört auf eBay. Sortimente dazwischen gehören auf beide – aber mit unterschiedlicher Priorität.
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Sichtbarkeit: Buy Box gegen Cassini
Die Sichtbarkeitsmechanik unterscheidet sich grundlegend, und das hat direkte Folgen für Ihre Arbeit.
Bei Amazon konkurrieren mehrere Anbieter um dieselbe Angebotsposition. Wer die Buy Box gewinnt, bekommt den überwiegenden Teil der Verkäufe. Preis, Versandgeschwindigkeit, Verkäuferleistung und Fulfillment-Art fließen in diese Entscheidung ein.
Die Konsequenz ist ein permanenter Preiswettbewerb um dieselbe Position. Wenn Sie die Buy Box verlieren, brechen Ihre Verkäufe unmittelbar ein – nicht schrittweise, sondern sofort.
Bei eBay ist die Logik anders. Cassini bewertet jedes Listing eigenständig und rankt es in den Suchergebnissen. Relevanz von Titel und Artikelmerkmalen, Verkaufshistorie, Preis, Versandzeit und Verkäuferbewertung spielen zusammen.
Das bedeutet: Bei eBay optimieren Sie das Listing selbst, bei Amazon konkurrieren Sie um eine gemeinsame Position. Bei eBay lohnt sich Textarbeit an Titel und Artikelmerkmalen unmittelbar, bei Amazon ist die Preis- und Leistungssteuerung der dominante Hebel.
Wer beides parallel betreibt, braucht damit zwei unterschiedliche Optimierungslogiken. Genau hier setzt MarketplAIce an: Die Plattform arbeitet kanalübergreifend und wendet je Kanal die passende Mechanik an, statt eine Logik auf alle Marktplätze zu übertragen.
Markenkontrolle, Kundenkontakt und Wettbewerbsintensität
Ein Punkt, der in Kostenvergleichen fast immer fehlt: Wie viel Kontrolle behalten Sie über Marke und Kunde?
Bei Amazon ist der Kundenkontakt stark reglementiert. Sie erhalten keine direkten Kontaktdaten für Marketingzwecke, und die Kommunikation läuft über die Plattform. Der Kunde kauft gefühlt bei Amazon, nicht bei Ihnen.
Bei eBay ist die Beziehung sichtbarer. Ihr Shop, Ihre Artikelbeschreibung, Ihre Gestaltung. Wiederkäufer erkennen den Verkäufer eher, und Stammkundschaft ist realistischer aufbaubar.
Die Wettbewerbsintensität unterscheidet sich ebenfalls. Auf Amazon konkurrieren Sie in etablierten Kategorien mit sehr vielen Anbietern um dieselbe Position, was den Preis zum Hauptunterscheidungsmerkmal macht.
Auf eBay ist der Wettbewerb in Nischen häufig geringer, weil weniger Anbieter dort systematisch arbeiten. In Ersatzteilen und Spezialsortimenten finden Sie Positionen, die auf Amazon längst überlaufen wären.
Der Preis dieser Freiheit ist Aufwand. Jedes eBay-Listing muss individuell gepflegt werden, während Amazon über den Katalog standardisiert. Wer 2.000 SKUs bei eBay pflegt, hat ohne Automatisierung ein Kapazitätsproblem.
In 6 Schritten den richtigen Kanal wählen
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Sortiment nach Zustand und Standardisierung sortieren. Teilen Sie Ihren Katalog in drei Gruppen: standardisierte Neuware mit EAN, Neuware ohne sauberen Katalogeintrag sowie Gebraucht-, Ersatzteil- und Refurbished-Ware. Diese Einteilung entscheidet den größten Teil der Kanalfrage bereits vor jeder Kostenrechnung.
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Gebühren pro Produktgruppe durchrechnen, nicht pro Kanal. Setzen Sie für jede Gruppe die tatsächliche Amazon-Kategorieprovision zwischen etwa 7 und 15 Prozent plus Grundgebühr gegen die eBay-Basisprovision nach der Reform plus 0,45 Euro Fixgebühr. Achten Sie besonders auf niedrigpreisige Artikel, bei denen die Fixgebühr überproportional wirkt. Erst diese Rechnung macht den Vergleich belastbar.
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Fulfillment pro Artikel bewerten. Prüfen Sie Packmaß, Gewicht, Drehgeschwindigkeit und Retourenquote und stellen Sie FBA-Kosten dem Eigenversand gegenüber. Schnelldrehende Kleinteile sprechen für FBA, sperrige oder langsam drehende Artikel für Eigenversand. Entscheiden Sie artikelweise, nicht pauschal für das ganze Sortiment.
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Sichtbarkeitsaufwand realistisch einschätzen. Kalkulieren Sie, wie viel Pflegeaufwand pro Listing anfällt: eBay verlangt individuelle Titel- und Merkmalsarbeit, Amazon dagegen konsequente Preis- und Leistungssteuerung um die Buy Box. Prüfen Sie ehrlich, ob Ihre Kapazität für den gewählten Kanal reicht. Ein schlecht gepflegter Kanal kostet mehr als er einbringt.
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Testphase mit klaren Abbruchkriterien definieren. Starten Sie mit einem begrenzten Sortimentsausschnitt statt mit dem gesamten Katalog. Legen Sie vorab fest, welcher Deckungsbeitrag und welche Absatzmenge nach welchem Zeitraum erreicht sein müssen. Ohne definierte Kriterien laufen Testkanäle jahrelang unentschieden weiter.
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Entscheidung treffen und Sortimente fest zuordnen. Weisen Sie jede Produktgruppe einem Primärkanal zu und definieren Sie, was zusätzlich sekundär läuft. Vermeiden Sie das Prinzip "alles überall", weil es Pflegeaufwand vervielfacht ohne Umsatz zu verdoppeln. Überprüfen Sie die Zuordnung nach jeder relevanten Gebührenänderung erneut.
Wann beide Kanäle parallel sinnvoll sind
Es gibt drei Konstellationen, in denen der Parallelbetrieb klar Sinn ergibt.
Erstens bei gemischten Sortimenten. Wenn Sie Neuware und Gebraucht- oder B-Ware führen, gehören diese Gruppen ohnehin auf unterschiedliche Kanäle. Neuware auf Amazon, Re-Commerce auf eBay – nach der Provisionsreform ist diese Aufteilung wirtschaftlich noch deutlicher.
Zweitens zur Risikostreuung. Ein Konto, das gesperrt wird, legt Ihr gesamtes Geschäft still, wenn es der einzige Kanal ist. Ein zweiter laufender Kanal ist eine Versicherung, die sich erst im Ernstfall auszahlt – dann aber vollständig.
Drittens zur Bestandsverwertung. Restposten, Auslaufmodelle und Retourenware, die auf Amazon nur den Preis drücken würden, lassen sich auf eBay oft besser abverkaufen, ohne die Hauptlistings zu belasten.
Nicht sinnvoll ist der Parallelbetrieb, wenn Sie schlicht dasselbe Sortiment doppelt listen und hoffen, dass sich der Umsatz addiert. In der Praxis addieren sich meist zuerst die Kosten.
Der Engpass beim Parallelbetrieb ist nie die Idee, sondern die Pflege. Zwei Kanäle bedeuten zwei Preislogiken, zwei Sichtbarkeitsmechaniken und zwei Bestandsstände.
Genau dafür ist MarketplAIce gebaut. Die Plattform steuert Repricing, Listing-Optimierung und Gebote kanalübergreifend für Amazon, Otto, Kaufland, eBay und Temu und arbeitet dabei prädiktiv statt reaktiv: Die Gebotsoptimierung blickt fünf Tage voraus und bewertet 15 Dimensionen gleichzeitig. Für Händler bedeutet das, dass ein zweiter Kanal nicht doppelte Arbeit ist, sondern zusätzlicher Umsatz auf derselben Datenbasis.
Die Entscheidungslogik in einem Satz pro Fall
Damit Sie nicht bei "kommt darauf an" landen, hier die Zuordnung ohne Ausweichmanöver.
Standardisierte Neuware mit EAN, hohem Volumen und funktionierendem Katalogeintrag: Amazon als Primärkanal, FBA prüfen, eBay optional als Zweitkanal für Restbestände.
Gebrauchtware, Ersatzteile und generalüberholte Artikel: eBay als Primärkanal, weil die Provisionsreform diese Segmente günstiger stellt und eBay sie 2026 aktiv fördert.
Nischenprodukte ohne sauberen Katalogeintrag und mit erklärungsbedürftiger Beschreibung: eBay, weil dort jedes Listing eigenständig rankt statt in einem gemeinsamen Katalogeintrag zu verschwinden.
Sperrige oder schwere Artikel mit geringer Drehung: eBay mit Eigenversand, weil FBA-Gebühren bei dieser Struktur überproportional zuschlagen.
Niedrigpreisige Kleinteile unter etwa 10 Euro: sehr genau rechnen, weil die eBay-Fixgebühr von 0,45 Euro pro Bestellung hier prozentual stark wiegt und Bundles oder größere Verkaufseinheiten oft die bessere Antwort sind.
Eigene Marke mit Wiederkaufpotenzial: beide Kanäle, aber mit unterschiedlicher Rolle – Amazon für Reichweite, eBay für Markensichtbarkeit und Kundenbindung. Wie Sie die Zuordnung sauber aufsetzen, beschreibt der Artikel zur Kanalstrategie und Produktzuordnung.
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FAQ
Ist eBay 2026 noch günstiger als Amazon?
Pauschal nicht mehr. Nach der Anpassung vom 12.02.2026 und der Provisionsreform zum 01.07.2026 sind viele Neuware-Kategorien bei eBay teurer geworden, während gebrauchte und generalüberholte Artikel günstiger wurden. Für Neuware müssen Sie kategoriegenau rechnen, für Re-Commerce hat eBay den Vorteil ausgebaut.
Wie hoch sind die Amazon-Verkaufsgebühren aktuell?
Je nach Kategorie liegen sie bei etwa 7 bis 15 Prozent, zusätzlich fällt eine monatliche Grundgebühr für das Professionell-Konto an (Stand Juni 2026). Bei FBA kommen Gebühren für Lagerung, Verpackung und Versand hinzu. Für eine belastbare Rechnung müssen Sie beides zusammen betrachten.
Lohnt sich eBay für Neuware überhaupt noch?
Ja, aber selektiver als früher. Sinnvoll ist eBay bei Neuware vor allem dann, wenn kein sauberer Amazon-Katalogeintrag existiert, der Wettbewerb dort geringer ist oder Sie Bestände ohne Belastung Ihrer Hauptlistings abverkaufen wollen. Bei Massenware mit funktionierendem Katalog ist Amazon meist stärker.
Was bedeutet die eBay-Fixgebühr von 0,45 Euro praktisch?
Sie fällt pro Bestellung an und wirkt prozentual umso stärker, je niedriger der Verkaufspreis ist. Bei einem Artikel um 8 Euro macht sie über 5 Prozent des Umsatzes aus, bei 80 Euro unter einem Prozent. Kleinteilsortimente sollten Sie deshalb in größeren Verkaufseinheiten oder als Bundle anbieten.
Sollte ich mit beiden Kanälen gleichzeitig starten?
In der Regel nicht. Starten Sie mit dem Kanal, der zu Ihrem Hauptsortiment passt, und bauen Sie den zweiten erst auf, wenn der erste stabil läuft. Zwei halb gepflegte Kanäle bringen weniger als einer, der richtig funktioniert.
Wie unterscheiden sich Buy Box und Cassini in der täglichen Arbeit?
Bei Amazon konkurrieren mehrere Anbieter um dieselbe Angebotsposition, weshalb Preis, Versandzeit und Verkäuferleistung die dominanten Hebel sind. Bei eBay rankt jedes Listing eigenständig, sodass Titel, Artikelmerkmale und Verkaufshistorie unmittelbar wirken. Sie brauchen also zwei unterschiedliche Optimierungsroutinen.
Wie halte ich Preise auf beiden Kanälen konsistent?
Definieren Sie pro Artikel eine Preisuntergrenze, die alle Gebühren und Versandkosten des jeweiligen Kanals enthält, und steuern Sie Preise automatisiert innerhalb dieser Grenzen. Manuelle Pflege wird ab wenigen hundert SKUs unwirtschaftlich. Eine kanalübergreifende Steuerung verhindert außerdem, dass Sie sich zwischen den Kanälen selbst unterbieten.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Gründer von MarketplAIce und Geschäftsführer der AMZ+ Consulting GmbH. Er ist seit über acht Jahren im Amazon- und Marktplatzgeschäft aktiv und hat Händler und Agenturen bei Kanalstrategie, PPC und Preissteuerung begleitet. Mit MarketplAIce entwickelt er eine prädiktive KI-Plattform, die Gebote, Listings und Preise über Amazon, Otto, Kaufland, eBay und Temu hinweg steuert. Mehr zur Expertise