Amazon FBA Erstattungen 2026: Geld zurückholen
Amazon FBA Erstattungen 2026: Wie die neue Herstellungskosten-Regel funktioniert, welche Nachweise zählen und wie Sie berechtigte Erstattungen sichern.

Amazon erstattet FBA-Händlern verlorene oder beschädigte Ware seit 2025 nach den Herstellungskosten — nicht mehr nach dem Verkaufspreis. Die Kurzfassung: Wenn Amazon in seinen Lagern Ihre Ware verliert, beschädigt oder falsch abwickelt, haben Sie Anspruch auf Erstattung. Seit dem Inkrafttreten der neuen FBA-Erstattungsregel am 31. März 2025 bemisst Amazon diese Erstattung jedoch an den Herstellungskosten des Artikels, also an dem Betrag, den Sie für die Beschaffung gezahlt haben — nicht mehr am Verkaufspreis. Für ein Produkt, das 50 Euro kostet und in der Beschaffung 15 Euro, gibt es damit rund 15 statt 50 Euro. Wer keine eigenen Kostennachweise hinterlegt, bekommt eine Amazon-Schätzung, die häufig zu niedrig ausfällt.
Dieser Leitfaden zeigt, wie die Regel 2026 funktioniert, welche Nachweise zählen und wie Sie mit sauberer Datenbasis holen, was Ihnen zusteht.
Was sich 2025 geändert hat — und 2026 gilt
Bis 2025 erstattete Amazon verlorene FBA-Ware in vielen Fällen nahe am Verkaufspreis. Seit dem 31. März 2025 gilt die neue Logik: Erstattet werden die Herstellungskosten, also die Kosten der Beschaffung vom Hersteller, Großhändler oder Wiederverkäufer — ohne Versand, Zoll oder Nebenkosten.
Die Folge ist spürbar. Händler berichten, dass ihre erstatteten Beträge im Schnitt um 50 bis 75 Prozent gesunken sind. Was früher ein voller Ausgleich war, ist heute oft nur ein Bruchteil. Für margenstarke Produkte mit niedrigen Beschaffungskosten trifft die Änderung besonders hart.
Für Sie heißt das: Erstattungen sind kein Selbstläufer mehr, bei dem Sie automatisch angemessen entschädigt werden. Sie müssen aktiv dafür sorgen, dass Amazon von Ihren echten Kosten ausgeht — sonst rechnet die Plattform mit einer eigenen, meist niedrigeren Schätzung. Wie das ins größere Bild der Amazon-Retouren passt, zeigt der verlinkte Beitrag.
Wie Amazon die Kosten bestimmt
Amazon bietet zwei Wege. Entweder Sie hinterlegen Ihre eigenen Herstellungskosten-Daten, oder Amazon schätzt sie. Die Schätzung basiert auf vergleichbaren Produkten auf der Plattform — inklusive ähnlicher Artikel anderer Verkäufer und Großhandelskanäle. Diese Schätzung fällt erfahrungsgemäß eher konservativ aus.
Wer die höhere, korrekte Erstattung will, muss deshalb eigene Nachweise liefern: Rechnungen, Lieferantenverträge, Stücklisten. Amazon verlangt die Einreichung dieser Kostennachweise innerhalb von 60 Tagen nach der Antragstellung. Ohne belastbare Belege greift die Amazon-Schätzung.
Zusätzlich sind die Rahmenbedingungen strenger geworden: Die Genehmigungsquoten für Erstattungsanträge sind gesunken, und die Bearbeitung kann länger dauern. Sorgfalt bei Antrag und Nachweisen ist damit wichtiger denn je.
In 6 Schritten berechtigte Erstattungen sichern
- Kostendaten pflegen: Hinterlegen Sie für jedes Produkt Ihre echten Herstellungskosten mit belastbaren Belegen.
- Belege sammeln: Halten Sie Rechnungen, Lieferantenverträge und Stücklisten geordnet bereit, um sie schnell einreichen zu können.
- Bestand überwachen: Prüfen Sie regelmäßig Ihre FBA-Bestandsberichte auf Verluste, Beschädigungen und Abweichungen.
- Fristen einhalten: Reichen Sie Anträge und Kostennachweise innerhalb der von Amazon gesetzten Fristen ein — Nachweise binnen 60 Tagen.
- Fälle dokumentieren: Halten Sie jeden Erstattungsfall mit Belegen und Kommunikation fest, um bei Rückfragen belegen zu können.
- Zentral steuern: Lassen Sie MarketplAIce Ihre Kostendaten und Bestandssignale zusammenführen, damit keine berechtigte Erstattung untergeht.
Warum saubere Kostendaten der eigentliche Hebel sind
Die neue Regel macht eine oft vernachlässigte Aufgabe geschäftskritisch: die exakte Pflege Ihrer Herstellungskosten. Wer seine echten Beschaffungskosten je Produkt nicht sauber dokumentiert hat, verschenkt bei jeder Erstattung Geld — und weiß es oft nicht einmal.
Das Problem ist strukturell. Kostendaten liegen häufig verstreut in Rechnungen, Tabellen und Köpfen. Für die Erstattung müssen sie aber je Produkt belegbar und aktuell sein. Diese Datenbasis fehlt vielen Händlern genau in dem Moment, in dem Amazon sie verlangt.
MarketplAIce löst das an der Wurzel. Weil die Plattform Ihre echten Kosten je Produkt ohnehin für die Preis- und Margensteuerung führt, steht diese Datenbasis auch für Erstattungen bereit. Sie kennen Ihre Herstellungskosten pro Artikel jederzeit — und können sie belegen. Gleichzeitig behält MarketplAIce Ihre Bestandssignale im Blick und rechnet vorausschauend, wo Abweichungen entstehen. So sichern Sie die Erstattung, die Ihnen zusteht, statt sich mit der Amazon-Schätzung zufriedenzugeben.
Wenn Sie Ihre Kosten- und Bestandsdaten prüfsicher zusammenführen wollen, testen Sie MarketplAIce: 14 Tage kostenlos starten oder die Preise ansehen.
FAQ
Wie erstattet Amazon FBA-Ware seit 2025?
Seit dem 31. März 2025 erstattet Amazon verlorene oder beschädigte FBA-Ware nach den Herstellungskosten — also den Beschaffungskosten des Artikels — statt nach dem Verkaufspreis. Für ein Produkt mit 15 Euro Beschaffungskosten gibt es rund 15 Euro, nicht mehr den vollen Verkaufspreis.
Warum sind meine Erstattungen gesunken?
Weil die Bemessungsgrundlage vom Verkaufspreis auf die Herstellungskosten umgestellt wurde. Händler berichten von durchschnittlich 50 bis 75 Prozent niedrigeren Erstattungen. Besonders margenstarke Produkte mit niedrigen Beschaffungskosten sind betroffen.
Was zählt als Herstellungskosten?
Die Herstellungskosten sind die Kosten, um ein Produkt vom Hersteller, Großhändler oder Wiederverkäufer zu beziehen — oder es selbst zu produzieren. Ausgeschlossen sind Kosten wie Versand, Handling und Zoll.
Wie bestimmt Amazon meine Kosten?
Entweder Sie hinterlegen Ihre eigenen Kostendaten mit Belegen, oder Amazon schätzt sie anhand vergleichbarer Produkte auf der Plattform. Die Amazon-Schätzung fällt meist konservativ aus, weshalb eigene Nachweise in der Regel die höhere Erstattung bringen.
Welche Nachweise brauche ich und bis wann?
Belastbare Kostennachweise wie Rechnungen, Lieferantenverträge und Stücklisten. Amazon verlangt die Einreichung dieser Nachweise innerhalb von 60 Tagen nach Antragstellung. Ohne Belege greift die niedrigere Amazon-Schätzung.
Sind Anträge schwerer geworden?
Ja. Die Genehmigungsquoten für Erstattungsanträge sind gesunken und die Bearbeitung kann länger dauern. Saubere Anträge mit vollständigen Nachweisen und eingehaltenen Fristen erhöhen die Erfolgschance deutlich.
Wie hilft MarketplAIce bei FBA-Erstattungen?
MarketplAIce führt Ihre echten Herstellungskosten je Produkt ohnehin für die Preissteuerung und macht sie damit für Erstattungen belegbar verfügbar. Zusätzlich behält die Plattform Ihre Bestandssignale im Blick, sodass keine berechtigte Erstattung untergeht.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Gründer von MarketplAIce und seit über acht Jahren im Amazon- und Marktplatz-Advertising aktiv. Er hat zahlreichen Händlern geholfen, ihre Kostenbasis sauber zu führen und Marge über mehrere Kanäle zu sichern. Mehr zu seiner Expertise: /expertise.