Amazon Black Friday & Cyber Monday 2026: Die PPC-Strategie
Amazon Black Friday Cyber Monday 2026: Der PPC-Fahrplan für Sponsored Products, Deal-Timing und Budget – jetzt planen statt reagieren.

Die Kurzfassung: Black Friday 2026 fällt auf Freitag, den 27. November, Cyber Monday auf Montag, den 30. November – die Black Week läuft vom 23. bis 30. November. Heute, am 13. August, bleiben dir rund 15 Wochen, um Deal-Einreichungen, Coupon-Timings und Werbebudgets für BFCM 2026 rechtzeitig zu finalisieren. Wichtig ist die neue Lookback-Regel: Aktionspreise aus den Prime Big Deal Days im Oktober fließen nicht in die 30- bzw. 60-Tage-Fenster ein, die Amazon für die maximale Deal-Preisgestaltung in diesem Zeitraum heranzieht.
Das gibt dir mehr Preisspielraum, um an beiden Terminen mit vollem Rabatt teilzunehmen. Sponsored Products und Sponsored Display brauchen dafür eine klare Budget-Staffelung in drei Phasen: die Woche davor, das Aktionswochenende selbst und die Retargeting-Woche danach. Kunden, die während dieser Tage ein Produkt angesehen, aber nicht gekauft haben, konvertieren laut Branchenanalysen mit rund 70 % höherer Wahrscheinlichkeit innerhalb der folgenden sieben Tage – ein Fenster, das viele Kampagnen-Fahrpläne einfach nicht einplanen.
Die wichtigsten Termine für Amazon Black Friday 2026
Black Friday 2026 liegt auf dem 27. November, Cyber Monday auf dem 30. November. Zwischen beiden Terminen liegt die sogenannte Black Week, die traditionell am Montag davor beginnt – für 2026 also ab dem 23. November. Wer als Agentur mehrere Kundenkonten steuert, sollte diese Woche als einen zusammenhängenden Werbeblock behandeln, nicht als zwei getrennte Events.
Vor diesem Block liegen die Prime Big Deal Days im Oktober, die für viele Marken bereits der erste große Traffic-Test des Q4 sind. Wie du diesen Termin separat vorbereitest, haben wir im Artikel Amazon Prime Big Deal Days 2026 im Detail beschrieben. Amazon verlangt Deal-Einreichungen grundsätzlich mit erheblichem Vorlauf – die genauen Deadlines variieren je nach Deal-Typ (Lightning Deals, 7-Tage-Deals, Coupons) und werden über Seller Central bzw. Vendor Central kommuniziert.
Zwischen Prime Big Deal Days und dem Novemberblock liegen gut sechs Wochen. In dieser Zeit entscheidet sich, ob deine Sponsored-Products-Kampagnen mit stabilen Keyword-Rankings starten oder erst mühsam wieder Sichtbarkeit aufbauen müssen. Agenturen, die den Kampagnen-Fahrplan erst in den letzten zwei Wochen vorher festlegen, verschenken damit systematisch Vorlaufzeit, die für Gebotstests und Placement-Optimierung fehlt.
Ein Praxispunkt für die Terminplanung: Cyber Monday 2026 fällt auf einen Montag direkt nach dem Wochenende, an dem der stärkste Traffic bereits abgeflossen ist. Das bedeutet nicht weniger Umsatzpotenzial, sondern eine andere Käufergruppe – oft preisbewusstere Kunden, die gezielt nach dem letzten großen Rabatt des Jahres suchen. Deine Gebotsstrategie sollte diesen Unterschied explizit abbilden, statt beide Tage identisch zu behandeln. Wie sich diese Logik in die gesamte Q4-Planung einordnet, zeigt unser Leitfaden Amazon Weihnachtsgeschäft Q4 2026.
Die Lookback-Fenster-Regel erklärt
Amazon prüft bei jeder Deal-Anmeldung, ob der beworbene Preis tatsächlich einen echten Rabatt gegenüber dem historischen Referenzpreis darstellt. Dafür nutzt Amazon Lookback-Fenster von in der Regel 30 bzw. 60 Tagen, in denen der niedrigste verifizierte Preis als Vergleichsbasis dient. Bisher konnte das zum Problem werden, wenn eine Marke bei den Prime Big Deal Days im Oktober bereits stark reduziert hatte – der Aktionspreis lag dann im Lookback-Fenster für den Novemberblock und begrenzte den möglichen Rabatt künstlich.
Amazon hat für 2026 bestätigt, dass Aktionspreise aus den Prime Big Deal Days nicht mehr in die Lookback-Fenster für Black Friday Week und Cyber Monday einfließen. Praktisch heißt das: Ein Preis, den du im Oktober genutzt hast, blockiert nicht mehr automatisch deinen Preisspielraum im November. Für Marken, die bislang zwischen beiden Events wählen mussten, öffnet das die Möglichkeit, an beiden Terminen mit voller Rabatttiefe teilzunehmen.
Für deine PPC-Planung ist diese Regel keine Randnotiz, sondern eine direkte Stellschraube für die Gebotsstrategie. Ein tieferer, glaubwürdiger Rabatt verbessert die organische Conversion-Rate und senkt damit indirekt den nötigen Werbedruck pro Sponsored-Products-Kampagne. Wenn du die Preisstrategie deines Kunden für diesen Zeitraum getrennt von den Prime Big Deal Days denkst, kannst du die Werbebudgets entsprechend präziser auf die tatsächliche Rabatttiefe kalibrieren – statt pauschal mit Sicherheitsaufschlägen zu planen, wie es reaktive Tools meist tun.
Ein weiterer Effekt: Weil die Lookback-Fenster jetzt sauberer getrennt sind, lohnt es sich, Deal-Preise für BFCM 2026 frühzeitig mit dem Einkauf und der Preisstrategie abzustimmen. Wer erst in der Black Week improvisiert, verschenkt genau den Spielraum, den die neue Regel eigentlich schafft.
Budget-Staffelung vor, während und nach BFCM
Die Woche vor Black Friday (ca. 16. bis 22. November) ist die Phase, in der du Kampagnenstrukturen testest und Keyword-Rankings aufbaust, nicht in der du bereits das volle Q4-Budget verbrennst. Sponsored-Products-Budgets sollten hier moderat über dem Normalniveau liegen, mit Fokus auf Top-of-Search-Placements für die wichtigsten Cash-Cow-Keywords. Ziel ist eine stabile organische Position, bevor der eigentliche Nachfragepeak einsetzt.
Während der Black Week selbst, vom 23. bis 30. November, brauchst du die höchste Budgetstufe des Jahres – häufig das Zwei- bis Dreifache des normalen Tagesbudgets, abhängig von Kategorie und Konkurrenzdichte. Wichtig ist, dass Tagesbudgets so gesetzt sind, dass Kampagnen nicht bereits mittags erschöpft sind, denn gerade an diesen Tagen verschiebt sich ein relevanter Anteil der Käufe in die Abendstunden. Eine Kampagne, die um 15 Uhr das Budget aufgebraucht hat, verpasst genau das Fenster, in dem viele Impulskäufe stattfinden.
Nach dem Wochenende, in der ersten Dezemberwoche, ist Retargeting die wichtigste Budgetpriorität. Sponsored-Display-Retargeting-Kampagnen sollten direkt im Anschluss aktiviert werden, weil Kunden, die während dieser Tage ein Produkt angesehen, aber nicht gekauft haben, laut Branchenanalysen mit rund 70 % höherer Wahrscheinlichkeit innerhalb der folgenden sieben Tage konvertieren. Diese Woche wird in vielen Budgetplänen komplett übersehen, weil das Team danach erschöpft ist – dabei liegt hier oft die günstigste Conversion des ganzen Quartals.
Als Faustregel für Agenturen: Plane das Gesamtbudget für den BFCM-Block nicht als einen Topf, sondern als drei separate Budgetlinien mit eigenen Zielen – Sichtbarkeit vor dem Event, maximale Abverkaufsrate während des Events, Conversion-Nachlese danach. Diese Struktur lässt sich in den meisten Kampagnen-Tools sauber abbilden und erleichtert die Erfolgsmessung gegenüber dem Kunden erheblich. Unter app.marketplaice.io/registrieren kannst du diese Drei-Phasen-Struktur direkt für die Kampagnen deiner Kunden anlegen.
Gebotsstrategie unter Spitzenlast
Während der Aktionstage verändert sich das Konkurrenzumfeld stündlich, nicht täglich. Klickpreise für umkämpfte Keywords können sich innerhalb weniger Stunden deutlich verschieben, weil deutlich mehr Werbetreibende gleichzeitig um dieselben Top-Placements bieten. Reaktive Tools, die Gebote auf Basis von Performance-Daten der letzten 24 bis 48 Stunden anpassen, hinken dieser Dynamik in der Black Week systematisch hinterher.
Genau hier setzt der prädiktive Ansatz von MarketplAIce an: Statt erst zu reagieren, wenn ACOS oder Ranking bereits gefallen sind, passt MarketplAIce Gebote auf Basis eines Prognosehorizonts von fünf Tagen an die erwartete Nachfrage- und Konkurrenzdynamik rund um dieses Sales-Event an. Das bedeutet, dass Gebote für relevante Keywords bereits Tage vor dem eigentlichen Peak schrittweise angepasst werden, statt am 27. November mit einer Verzögerung von mehreren Stunden nachzuziehen. Für Agenturen mit mehreren BFCM-Kunden ist dieser Vorlauf der entscheidende Unterschied zwischen einer Kampagne, die den Sale mitnimmt, und einer, die ihm hinterherläuft.
Die Placement-Priorisierung sollte während der Spitzenlast klar gestaffelt sein: Top-of-Search zuerst für die margenstärksten und am besten konvertierenden ASINs, Rest-of-Search und Produktseiten-Placements für Cross-Selling und Impulskäufe. Sponsored Display sollte in dieser Phase primär für Retargeting und Konkurrenz-Targeting eingesetzt werden, nicht für breite Prospecting-Kampagnen, die überproportional teuer werden. Eine tägliche, im besten Fall stündliche Überprüfung der Placement-Performance ist Pflicht, auch wenn ein Großteil der Gebotsanpassungen bereits vorausschauend automatisiert läuft – etwa mit MarketplAIce als prädiktiver Schicht über den Kampagnen.
Für Cyber Monday gilt eine leicht andere Logik als für den Freitag davor: Weil viele Wettbewerber ihr Budget bereits über das Wochenende verbraucht haben, sinkt die Konkurrenzdichte am Montag oft spürbar. Wer sein Budget für diesen Tag bewusst zurückhält, statt es bereits vorher zu verbrennen, profitiert häufig von niedrigeren Klickpreisen bei weiterhin hoher Kaufbereitschaft. Details zu Plänen, die genau diese Staffelung unterstützen, findest du unter /de/preise.
In 6 Schritten zur BFCM-Kampagne 2026
- Deal-Kalender fixieren. Trage die Deal-Einreichungsfristen, Coupon-Timings und den Black-Week-Zeitraum (23. bis 30. November) in einen gemeinsamen Kampagnenkalender ein – am besten gemeinsam mit dem Kunden abgestimmt.
- Preisstrategie von Prime Big Deal Days trennen. Nutze die neue Lookback-Regel, um Rabatttiefe für BFCM 2026 unabhängig von den Oktober-Aktionen zu planen.
- Budget in drei Phasen staffeln. Lege eigene Budgetlinien für die Vorwoche, das Aktionswochenende und die Retargeting-Woche danach fest, statt einen einzigen Topf zu verwalten.
- Sponsored-Display-Retargeting vorbereiten. Baue Retargeting-Kampagnen so vor, dass sie unmittelbar nach dem Wochenende live gehen können, um das 7-Tage-Konversionsfenster zu nutzen.
- Gebote prädiktiv statt reaktiv steuern. Setze auf einen Prognosehorizont von mehreren Tagen für Keyword-Gebote, statt erst nach Rankingverlusten nachzusteuern – über app.marketplaice.io/registrieren lässt sich dieser Ansatz direkt für die Kampagnen des Kunden aufsetzen.
- Placement-Prioritäten täglich prüfen. Kontrolliere während der Black Week Top-of-Search, Rest-of-Search und Sponsored-Display-Placements mindestens einmal täglich, auch wenn die Gebotsanpassung automatisiert läuft.
FAQ
Wann genau sind Black Friday und Cyber Monday 2026?
Black Friday 2026 fällt auf Freitag, den 27. November. Cyber Monday 2026 fällt auf Montag, den 30. November. Die Black Week dazwischen läuft vom 23. bis 30. November.
Was bedeutet die neue Lookback-Fenster-Regel konkret für meine Deals?
Aktionspreise aus den Prime Big Deal Days im Oktober fließen nicht mehr in die 30- bzw. 60-Tage-Lookback-Fenster ein, die Amazon für die Deal-Preisgestaltung in der Black Friday Week und bei Cyber Monday nutzt. Das gibt dir mehr Flexibilität, an beiden Events mit voller Rabatttiefe teilzunehmen, ohne dass das frühere Event den späteren Preisspielraum einschränkt.
Wie sollte ich mein Sponsored-Products-Budget für BFCM 2026 staffeln?
Plane drei getrennte Budgetphasen: moderate Erhöhung in der Woche vor Black Friday zum Ranking-Aufbau, maximales Budget während der Black Week selbst, und eine dedizierte Retargeting-Phase in der ersten Dezemberwoche. Diese Staffelung verhindert, dass das Budget vorzeitig ausgeschöpft ist oder die wichtigste Nachkauf-Phase übersehen wird.
Warum ist Sponsored-Display-Retargeting nach dem Wochenende so wichtig?
Kunden, die während BFCM ein Produkt angesehen, aber nicht gekauft haben, konvertieren laut Branchenanalysen mit rund 70 % höherer Wahrscheinlichkeit innerhalb der folgenden sieben Tage. Wer Retargeting-Kampagnen erst Tage später startet, verpasst einen Großteil dieses Fensters.
Ab wann sollte ich mit der Planung für BFCM 2026 beginnen?
Mitte August, wie jetzt, ist ein guter Zeitpunkt mit rund 15 Wochen Vorlauf für Deal-Einreichungen, Budgetplanung und Kampagnentests. Wer erst in den letzten zwei Wochen vor Black Friday entscheidet, verliert wertvolle Zeit für Gebotstests und Placement-Optimierung.
Wie unterscheidet sich die Gebotsstrategie für Black Friday von der für Cyber Monday?
Am Freitag und über das Wochenende ist die Konkurrenzdichte meist am höchsten, weil die meisten Werbetreibenden ihr Budget dort konzentrieren. Am Cyber Monday sinkt die Konkurrenz oft, weil viele Wettbewerber ihr Budget bereits verbraucht haben – wer gezielt Budget für den Montag zurückhält, profitiert häufig von niedrigeren Klickpreisen.
Wie unterstützt MarketplAIce Agenturen konkret bei BFCM-Kampagnen?
MarketplAIce passt Gebote auf Basis eines fünftägigen Prognosehorizonts an die erwartete Nachfrage- und Konkurrenzdynamik rund um Black Friday und Cyber Monday an, statt erst nach Rankingverlusten zu reagieren. Details zu Plänen und Konditionen für Agenturen findest du unter /de/preise.
Über den Autor
Jorginho Engelmeyer ist Founder von MarketplAIce und bringt über 8 Jahre Erfahrung im Amazon-Advertising mit. Er begleitet Agenturen und Händler dabei, PPC-Kampagnen von reaktiver Steuerung auf prädiktive Gebotsoptimierung umzustellen. Mehr zu seinem Werdegang unter /expertise.